Die Euthanasie (griechisch ευθανασία, euthanasía „guter Tod“ (auch: „gute Tötung“ oder „sehr schöner Tod“)) bezeichnet die Sterbehilfe für unheilbar Kranke und Schwerstverletzte mit dem Zweck, ihnen qualvolles Leiden zu ersparen. Über die Jahrhunderte hinweg erfuhr der Begriff einen Bedeutungswandel: über "ärztliche Handlung, um Sterbenden den Todeskampf zu erleichtern" (so Francis Bacon Anfang des 17. Jahrhunderts), "Sterbebegleitung" (Hospiz) im 18. und 19. Jahrhundert, wobei die Beschleunigung des Sterbens kategorisch abgelehnt wurde, "Sterbehilfe", wobei unheilbar Kranke und Behinderte miteinbezogen wurden (Roland Gerkan um die Jahrhundertwende), bis hin zur ideologisch motivierten "Vernichtung lebensunwerten Lebens" im nationalsozialistischen Deutschland.
Vor dem Hintergrund der immensen Fortschritte in Biologie und Medizin gewinnt die Frage nach dem "richtigen" Umgang mit dem menschlichen Leben zunehmend an Bedeutung. Die hiermit verbundenen Fragestellungen werden in der aktuellen bioethischen Debatte, insbesondere im Kontext der Sterbehilfe, der Präimplantationsdiagnostik (PID) und der embryonalen Stammzellenforschung kontrovers diskutiert.