Matthias Grünewald,
Isenheimer Altar.
Ostern ist im Christentum das Fest der Auferstehung Jesu Christi. Diese geschah nach dem Neuen Testament (NT) am „dritten Tag“ von Jesu Kreuzigung an (). Daraus entstand die kirchliche Karwoche mit dem Karfreitag als Todestag Jesu und Karsamstag als Ruhetag, auf die der Ostersonntag als Auferstehungstag folgt.
Tod und Auferstehung Jesu fallen nach dem NT in eine Pessachwoche. Der Termin dieses jüdischen Hauptfestes bestimmt auch das Osterdatum mit: Ostern wird im westlichen Kalender immer am Sonntag nach dem ersten Frühjahrsvollmond gefeiert und liegt somit frühestens am 22. März, spätestens am 25. April.
Ostern ist für die meisten Christen das wichtigste Fest, weil die Auferstehung des Sohnes Gottes den Tod und die ewige Verdammnis aller Menschen nach ihrem Glauben endgültig besiegt hat. Einige Protestanten sehen jedoch den Karfreitag als höchsten christlichen Feiertag an, da schon der Tod Jesu Christi, nicht erst seine Auferstehung, die Menschheit von der Erbsünde erlöst habe. Für viele orthodoxe Christen sind Tod und Auferstehung Jesu gleich bedeutsam: Sie feiern beides in der Osternacht.
Der Name Ostern stammt wohl aus einer germanischen Wurzel. Viele heute populäre Osterbräuche und -symbole sind außerchristlicher Herkunft. Die Kirchen integrierten einige davon in ihr Auferstehungsfest.