Jugendoffiziere sind als Referenten für Sicherheitspolitik ein Bestandteil der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr. Dabei behandeln sie im Rahmen des erweiterten Sicherheitsbegriffs auch Aspekte der Sozial-, Umwelt- und Entwicklungspolitik. Sie verfügen über ein abgeschlossenes Universitätsstudium und mehrjährige Erfahrung als militärische Vorgesetzte. Der Beruf des Soldaten und der angestrebte stetige Austausch mit politischen Entscheidungsträgern soll ihnen einen differenzierten Blick auf die komplexe sicherheitspolitische Lage ermöglichen. Die Funktion des Jugendoffiziers gibt es in der Bundeswehr seit 1958. Derzeit gibt es bundesweit 94 hauptamtliche Jugendoffiziere im Dienstgrad Hauptmann/Kapitänleutnant, die jeweils für einen regionalen Betreuungsbereich zuständig sind. Grundsätzlich sind Jugendoffiziere im Einvernehmen mit den Kultusministerien der Länder im weitesten Sinne in der politischen Bildung tätig, wobei Aspekte der Personalgewinnung keine Rolle spielen sollen. Daneben gibt es in den einzelnen Verbände Jugendoffiziere und Jugendunteroffiziere in Nebenfunktion.
Ein Jugendoffizier beim Schulbesuch